Markt und Wettbewerb
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"Unzufriedene Schüler bringen keine Leistung"! (Pisa-Studie über Gymnasien vom 04.032003)
Aus täglichen Berichten in den Medien lässt sich entnehmen, dass der Markt für Nachhilfe beziehungsweise Coaching schon jetzt enorm ist und ein auch zukünftig ein starkes Entwicklungspotential hat. Ein Hinweis auf die Einführung des G8-achtstufigen Gymnasiums sei hier erlaubt. Die Gymnasialschüler müssen nun in verkürzter Zeit ein ähnliches Lernpensum im Vergleich zur 9-jährigen Gymnasiumsperiode bewältigen. Viele Eltern und Schüler realisieren, dass das derzeitige Schulsystem kaum ausreicht, um ihren Kindern neben der Vermittlung der Lerninhalte auch noch eine persönliche Förderung zu kommen zu lassen.
Die Schülerzahlen vor allem in den Gymnasien sowie die Klassenstärken in den Schulen haben nicht nennenswert abgenommen und die Tendenz ist gegeben, dass sie eher wieder zunehmen. Gerade die Einführung der G8-Stufe wiederum sollte dazu führen, dass die Schulen vermehrt Lehrer einstellen müssten.
Aber für eine Einstellung gerade im Bereich G8 fehlt den Gymnasien in Bayern das notwenige Geld.
In einer Welt, in der Bildung eine immer größere Rolle spielt, ist die Förderung der Kinder eine Investition in deren Zukunft. Internationale Studien wie PISA zeigen, dass Lehrermangel, zu große Klassen und fehlende staatliche Gelder einen erhöhten Förderungsbedarf verursachen. Für viele Schüler wird es dadurch immer schwieriger, die geforderte Leistung zu erbringen.
Das Deutsche Jugendinstitut in München schätzt, dass jeder dritte Schüler in Deutschland irgendwann in seiner Schullaufbahn Nachhilfestunden in Anspruch nimmt, damit er nicht sitzen bleibt. Ferner wollen es die Eltern dieser Schüler vermeiden, dass ihre Kinder nicht an den Sollbruchstellen im deutschen Schulsystem scheitern. Diese wären z.B. Halbtagesschulen oder fehlende Hausaufgabenbetreuung.
Die aktuellen Zahlen hinsichtlich der Kinder, die das Klassenziel heuer nicht erreichen, belegen diese Tatsache: 250,000 Jugendliche werden heuer nicht in die nächste Klasse vorrücken. Im Durchschnitt sind es ungefähr drei Prozent, deren Versetzen nicht erfolgt. Somit gehört Deutschland in Europa zu den Spitzenreitern beim Sitzen bleiben. Das geht aus einer Studie der SZ vom 29.07.04 hervor.
In mehreren Bundesländern, so auch in Bayern, werden zwar nun vom kommenden Schuljahr an – aller Voraussicht nach - die strengen Regeln für das Sitzen bleiben gelockert, aber das Grundproblem des deutschen Schulsystems wird diese Tatsache nicht beheben.
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